Buchbesprechung: ‘The Committed’ von Viet Thanh Nguyen

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Das Überschreiben in diesem Roman hat mich nur selten gestört. Ich wurde öfter an George Balanchines Kommentar erinnert, dass seine Tänzer, wenn sie nicht gelegentlich auf die Bühne fielen, es nicht wirklich wollten, und an John Coltranes emotional überzogene Notizen in „A Love Supreme“.

Die zweite Hälfte dieses Buches ist zottelig, zottelig, zottelig. Wenn es keine totale Panne ist, ist es etwas Nahes. Der Mann mit zwei Gedanken wird Drogendealer. Dank der französischen Vietnamesin, die er seine Tante nennt, die im Verlagswesen arbeitet, hat er Zugang zu linken französischen Intellektuellen, die einen starken Geschmack für seine Produkte haben. Frankreich mit östlichen Drogen zu infizieren, ist seine eigene ordentliche Form der Rückzahlung.

Dies ist ein Buchroman. Es ist die Art, in der ein Türsteher in einem Bordell Voltaire liest. Die Einführung dieser französischen Intellektuellen sowie die eigene Lesart des Erzählers ermöglichen es ihm, über die revolutionären Ideen von Frantz Fanon, Aimé Césaire, Marx, Sartre und anderen nachzudenken. In diesen Schriften werden die Laufhunde des Kapitalismus an langen intellektuellen Leinen geführt.

Tragödie und Komödie verschmelzen in der zweiten Hälfte dieses Romans unangenehm. Nguyen kann sehr lustig sein. Als er zum Beispiel hört, wie seine “Tante” Sex hat, ist er sich ziemlich sicher, dass sie “GOOAAAAALLLLLL!”

Der Erzähler wird in Ganglandgewalt verwickelt. Gangsterfilme, erinnerte uns Morris Dickstein, sind Fabeln von Einwanderern. Nguyen scheint sich Robert Warshows Kommentar zu Herzen zu nehmen, dass es gefährlich ist, allein zu sein, wenn der Gangsterfilm uns etwas sagt.

Nguyen übergibt seine Figuren einer Reihe von verwirrten, weit hergeholten Szenarien. Chaos nährt Chaos. In der hinteren Hälfte dieses Buches gibt es mehrere erweiterte Folterszenen, die überhaupt nicht funktionieren. (“Du kannst mich nicht foltern”, sagt der Erzähler fälschlicherweise. “Ich habe ein Umerziehungslager durchlebt.”)

Nguyen findet keinen Ton für diese Szenen. Sie sind auf ihre Weise schrecklich – es gibt Gummischläuche und Elektroden, die an den Brustwarzen festgeklemmt sind – aber sie sind schwer ernst zu nehmen. Sie haben eine blöde James-Bond-Qualität. Die Folterer verbringen ihre Zeit so lange, bis die Gefolterten gerettet werden können. Die Türen werden mit einem Knall aufgestoßen; Waffen lodern. Sie spüren, wie der Autor versucht, die Handlung in Schwung zu halten, anstatt seine Themen elegant zu erweitern.

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